Art – Kunst

zeitspur

zeitspur

Für das zeitspur-Projekt arbeite ich mit größtenteils zerstörten Glasnegativen aus den 30er-Jahren, die mein Großvater hinterlassen hat. Dabei verwende ich Micro- und Macroaufnamen erbenso wie mit Aufnamen im vollen Format. Die Originalbilder zeigen Verwandte und Freunde, aber auch Porrtaits von SA-Männern und Nazi-Veranstaltungen.
Diese Bilder sind mit abstrakten Spuren der Zerstörung überlagert. Sie bilden eigene Strukturen, in einer ganz eigenen Bedeutungsschicht. Es gibt einen Bruch zwischen dieser "Psalimpesten des Zerfalls" und der ursprünglichen Bedeutung des Bildes; es gibt keinerlei Zusammenhang, es sei denn wir konstruieren ihn.


Sandscapes

Sandscapes

Aus dem Zusammenspiel von Sand, Wind und Wasser an Stränden bilden sich vergängliche Kunstwerke, die mit Ebbe und Flut entstehen und verschwinden, vom Regen ausgelöscht werden, vom Wind geformt und wieder zugeweht. Muster, Texturen und Formen sind zu entdecken, die abstrakte Gemälde und Reliefs bilden – jedes von ihnen aus unzähligen Sandkörnern bestehend. 

Es ist kein Zufall, dass manche dieser Bilder Satellitenfotos ähneln, oder den Bildern, die Raumsonden von fremden Welten übermitteln. Die gleichen Bildungsgesetze für Wellenstrukturen, Deltas, Berge und Täler liegen ihnen zu Grunde.

To see a world in a grain of sand
And a heaven in a wild flower,
Hold infinity in the palm of your hand,
And eternity in an hour.
(William Blake)

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Eis

Eis

Ein eigentümliches Merkmal der Fotografie ist, dass sie die ständige Verwandlung des Lebens anzuhalten scheint, den Fluss der Zeit erstarren lässt. In einer seltsamen Analogie vermag die Kälte des Winters sogar, den Fluss des Wassers, Symbol für Veränderlichkeit, erstarren zu lassen. An den Grenzen des Phasenübergangs entstehen visuell imponierende Strukturen: zackige Kristalle und Nadeln, chaotische amorphe Schollen, Verkrustungen, flächige Erstarrung.

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Fließendes Wasser - Flowing Water

Wasser

Wasser ist unsere Metapher schlechthin für Verwandlung, Fluss und stete Wiederkehr. Vieles wird aber erst fotografisch sichtbar: Schneller, als wir sehen können, bilden sich aus chaotischem Durcheinander Strömungen, Wellen und fraktal geordnete Strukturen – und vergehen ebenso schnell wieder. Der Fluss wird angehalten, erstarrt im Wimpernschlag der Belichtungszeit, oder er verwischt zu tachistischen Bildern, wenn ich lange Belichtungszeiten wähle. Welche Bilder entstehen, ist eine Art vorhersehbarer Zufall. Nur die groben Formen lassen sich vorausahnen. Details sind selbstähnlich, fraktal, eine Wiederkehr des niemals völlig Gleichen. Was ich hier so mathematisch beschreibe, ist ästhetisch oft sehr reizvoll. Immer wieder stelle ich die Frage danach, wo Form und Gestalt – eben ein Bild – entsteht.

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Untergetaucht - Submerged


Untergetacht- Submerged

Schatten, Schlamm, Pflenzenreste, Spiegelungen, Steine - Bilder, die zwischen Form und Formlosigkeit oszillieren.

Das Netz - The Net


Das Netz - The Net

Netze zum Schutz von Gemüse im Biolandbau verwandeln sich in Skulpturen.
Nets to protect vegetables from pests, use in organic farming, become sculptures.

Dunkelwald

Dunkelwald

"Dunkelwald" macht sich auf die Pirsch durch den  gefährlichen  und geheimnisvollen Waldes unserer finsteren Fantasien. Was sind das für Geräusche die uns in der Dämmerung erschrecken, ein wenig abseits unseres prämiierten Qualitätswanderweges?
Visuell nutzen die Fotografien dieses Buches Tonwertmanipulationen und -umkehrungen. Sie lassen die Bildwelten alter Stiche, Märchen und Romane anklingen, die noch immer eine düstere Romantik heraufbeschwören. Gleichzeitig werden durch diese Abstraktionen die unendlichen Varianten von Formen und Strukturen hervorgehoben -  die Natur unserer Heimat, des Waldes.

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Machandel

Machandel

"Machandel" ist der niederdeutsche Name für den Wacholder, bekannt aus dem düsteren Märchen "Von dem Machandelboom", gesammelt vom Maler Philipp Otto Runge Ein ermordetes Kind wird von seiner Stiefschwester  unter einem Wacholder begraben, verwandelt sich in einen Vogel und wird wieder Mensch.  Der Wacholder wurde schon in vorchristlicher Zeit mit Tod und Wiederauferstehung in Verbindung gebracht.
Magisch und dunkel geheimnisvoll erscheint uns der  Wacholder  noch heute. Wer einen der rar gewordenen Wacholderhaine besucht, tritt ein in eine "Anderswelt".  Die dunklen und doch so lichthungrigen Wacholder  wachsen in bizarren, märchenhaften Formen, die eher der Welt der Mythologie zugehörig erscheinen als dem Heute.
Diesen geheimnisvollen und dunklen Aspekt des "Machandel" mache  ich sichtbar, indem ich die Tonwerte der Fotografien zum Negativ umkehre und manipuliere. Gleichzeitig werden durch diese Abstraktion die ungewöhnlichen Wuchsformen des Wacholders betont. Alle Bilder wurden im Wacholderhain Haselünne im Emsland fotografiert.

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